Israel unterstützt belgische Opfer
16.12.2019

V-Europe mußte im Ausland suchen, um angemessene Hilfe für posttraumatischen "kriegstypischen" Stress für Terroropfer zu finden. Seit 2017 schicken wir Opfer nach Frankreich, in die USA und nach Holland. Diese Maßnahmen sind nicht einfach und kosten viel Geld, allerdings sind sie notwendig. Sie enthalten auch eine Reihe von Problemen, sowie die Möglichkeit, Hilfe in einer vom Opfer beherrschten Sprache zu leisten oder eine Reise für die Jüngsten zu organisieren bei der die Anwesenheit der Eltern erforderlich ist ... 

Um ohne Diskriminierung den Bedürfnissen aller Opfer in Belgien besser nachzukommen, hat V-Europe seit 2018 einen psychosozialen Unterstützungsplan entwickelt, zusammen mit NATAL, dem Israelischen Resilienzzentrum, das sich auf posttraumatischen Stress spezialisiert hat.

Ziel ist es, in Belgien ein besseres Fachwissen zum Thema "Kriegstrauma" zu erwerben und dieses Fachwissen innerhalb unserer Grenzen den Opfern anzubieten. In der Fachsprache würde man dies als "trainiere den Trainer" bezeichnen. Auf diese Weise können alle Opfer in der Nähe ihres Wohn- oder Aufenthaltsortes über lägere Zeit angemessene Hilfe finden, aber hiermit kann auch Ersthelfern psychologische Hilfe geboten werden.

Neben dieser direkten Hilfe umfaßt das V-Europe/NATAL-Projekt den Einsatz einer "Hotline" für Terroropfer.

Das Projekt wurde detailliert beschrieben, einschließlich der Suche nach den erforderlichen Mitteln, und am 7. November 2019 der föderalen Gesundheitsministerin, Maggie De Block, vorgestellt. Die Ministerin war besonders interessiert und bat uns, dieses Projekt dem föderalen psychosozialen Ausschuß näher zu erklären, was am 5. Dezember 2019 geschah. Das Projekt wurde von allen Dienststellen positiv beurteilt.

Seit Januar 2020 befinden wir uns in einer Startposition, um dieses Projekt in Belgien einzuleiten und warten wir auf die endgültige Genehmigung der Gesundheitsministerin, Frau Maggie De Block.

Wir hoffen, daß die Opfer von Terroranschlägen und auch die Ersthelfer durch die COVID-19-Krise nicht vergessen werden.

Wir versuchen aus der Vergangenheit zu lernen und so auf die Zukunft vorbereitet zu sein.


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Une victime en grève de la faim
14.02.2019